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Festspielpreis 2016 für
Sophie Hunger

Zum zehnten Mal verleiht die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich 2016 den mit 50‘000 Franken dotierten, vom Bär-Kaelin Fonds ermöglichten Zürcher Festspielpreis. Er geht an die Schweizer Sängerin, Songwriterin, Filmkomponistin und Texterin Sophie Hunger.

Sophie Hunger

“Sophie Hunger ist eine grossartige, sensible Künstlerin. Eine höchst eigenwillige Mischung aus Verspieltheit, geballter Kraft, Witz und Melancholie prägen ihre Musik wie ihre Bühnenperformance,” meint Barbara Frey, Mitglied der Kommission und Intendantin am Schauspielhaus Zürich. Der Bär-Kaelin Fonds zeigte sich über die Wahl von Sophie Hunger erfreut: “Die junge Künstlerin verjüngt als zehnte Preisträgerin im richtigen Zeitpunkt den Festspielpreis: Nach der Auszeichnung grosser Kulturschaffender mit Akzent auf dem Lebenswerk, wechselt die Kommission für einmal die Perspektive und lädt ein, der Preisträgerin in die vielversprechende künstlerische Zukunft zu folgen.” Der Preis würdigt Sophie Hungers herausragende Leistungen in der Zürcher Musikszene und weit darüber hinaus. Die Zürcherin hat von hier aus ihre ersten Schritte in die Musikwelt gewagt. Besonders wichtig war dabei der Zürcher Musikklub Helsinki, einer der ersten Klubs in Zürich, wo es jeden Abend Livebands gab. Denn wie sie meint: “Ohne die Beziehungen, die ich zu den Menschen dort gehabt habe, hätte ich die Frechheit nicht besessen, meine erste CD zu machen.”

Wenn sie, die mittlerweile in Berlin lebt, vor dem Publikum steht, sieht man eine Sängerin, die laut dem Kulturjournalisten Tobi Müller „alles kann, was Popmusik aufregend macht.“ Tolle Lieder und schlaue Texte schreiben sei dabei noch nicht einmal das Wichtigste: „Hungers Kunst schafft es, auf der Bühne einen Eindruck von Einzigartigkeit zu vermitteln. Das Publikum, egal welchen Alters, hat das Gefühl, sie singe nur für diesen Moment, diesen Saal, für diese Stadt. Und Hunger spielt mit dem Gesang, sie reproduziert nie nur die Aufnahme, die viele schon kennen. Risiko, Ekstase und Kontrolle sind Begriffe, die bei ihr auf der Bühne verschwimmen bis zu ihrer Unkenntlichkeit. Dass dabei immer Lust und Humor im Spiel sind, macht ihre Kunst noch verwirrender. Es ist mit ein Grund, warum das Publikum immer wieder kommt und fragt: Wie macht sie das?“

Das wird das Publikum auch anlässlich der Preisverleihung am Samstag, dem 25. Juni 2016 erleben können, wenn Sophie Hunger einen musikalischen und multimedialen Rückblick auf ihre Musiklaufbahn gibt. Der Anlass findet im Schauspielhaus Zürich am Pfauen statt, wo Sophie Hunger schon früh in ihrer Laufbahn auftrat, und Tobi Müller – einer ihrer frühen journalistischen Beobachter – tritt auf ihren Wunsch hin als Laudator auf.

Bilder der Preisübergabe

Über Sophie Hunger: Wikipedia und www.sophiehunger.com

Quelle und Tickets: Festspiele Zürich