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Festspielpreis 2010 für
György Kurtág

Die Jury hat als Preisträger 2010 den zeitgenössischen ungarischen Komponisten György Kurtág für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Preisübergabe erfolgt anlässlich der Sonntagsmatinée vom 20. Juni 2010 im Kleinen Saal der Tonhalle Zürich.

György Kurtág

Mit György Kurtág wird ein Mensch, ein Interpret, ein Lehrer aber vor allem ein Komponist ausgezeichnet, dessen Oeuvre aus dem zeitgenössischen Musikschaffens herausragt wie kein anderes.

Es lebt von der ungeheueren Spannung der musikalischen Möglichkeiten, die sich zwischen dem Bach’schen Ausruf «Aus tiefer Not schrei ich zu Dir» und dessen idyllischen Actus tragicus («Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit») auftut.

Ein Werk ist entstanden, das dem eigenen Leben und dem Erleben der Geschichte Europas nach dem Kriege, zunächst in Ungarn und später dann im «Westen», abgerungen ist.

Es ist ein Komponieren gegen den Strom der Zeit. Es ist ein konzentriertes, jeden Ton auf seine klanglichen und strukturellen Möglichkeiten abklopfendes, die Emotionen, aus denen er entsteht und die er auslösen soll, genau bedachtes Komponieren. Eine unzeitgemässe aber sehr «erfreuliche Halsstarrigkeit», die Max Brod Kafka zugeschrieben hat, zeichnet auch Kurtags Werk aus.

Ein wahrhaft grosses, sehr persönliches, auch bekenntnishaftes, keineswegs abgeschlossenes Lebenswerk ist entstanden und dieses gilt es zu ehren.

Elmar Weingarten

Termine:
Samstag, 19. Juni 2010
10.00 - 13.00 und 17.00 - 20.00
Kongresshaus, Kammermusiksaal
Kammermusik-Meisterkurs
György Kurtág - Mit Werken von Ludwig van BeethovenTermine

Sonntag, 20. Juni 2010, 11.15
Kleiner Saal, Tonhalle
Zürcher Festspielpreis
Verleihung an György Kurtág

Über György Kurtág:
György Kurtág in Wikipedia